Wie plant man eine Karriere?

Die Planung Ihrer Karriere sollten Sie noch vor dem Schulabschluss beginnen. Mit der Auswahl des Ausbildungsberufes oder der Studienrichtung legen Sie den Grundstein für Ihre künftige Beschäftigung, Ihren Job. Der gewählte Beruf sollte Ihren Neigungen und Interessen möglichst gut entsprechen. Kennen Sie sich mit den verschiedenen Berufsbildern nicht so gut aus, können Jobvergleiche oder ein Gehaltvergleich bei der Entscheidung helfen.

Interessant ist es, zu sehen, welche Unterschiede beim Gehalt zwischen den einzelnen Berufen bestehen. Weitere Unterscheidungen kommen zustanden, wenn die Ausbildung, der Arbeitsort, das Dienstalter und die Branche miteinander verglichen werden. Interessanterweise haben nicht immer die Angestellten mit dem höchsten Abschluss das beste Gehalt. Hier kommt es auf das Berufsbild an sich an, ob eventuell Bewerber mit einer Fachausbildung besser geeignet sind, als Bewerber mit Universitätsabschluss. Wer also einen höheren Abschluss anstrebt, der sollte sich auch für die entsprechenden Stellen bewerben und sich nicht wieder selbst degradieren.

Der Gehaltvergleich legt offen, wie viel in welchen Berufen verdient werden kann. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, kann hier in Ruhe stöbern und kommt so vielleicht zu einem schlüssigen Ergebnis. Es ist gut zu sehen, welcher Ausbildungsweg nötig ist, um eine bestimmte Stufe zu erreichen. Wer nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, wird seine Karriere möglicherweise durch einen Wechsel des Arbeitsplatzes beschleunigen. Die Unterschiede im Gehalt schwanken zwischen den einzelnen Arbeitsorten erheblich.

Karriere Planung

Mit der richtigen Planung kann man eine große Karriere anstreben (c) Helene Souza / pixelio.de

Die Wahl der Ausbildung sollte jedoch nicht nur auf einem Gehaltsvergleich beruhen. Eine ungeeignete Berufswahl bringt Sie schlecht voran, alles Lernen und Pauken kann dann unnütz sein, wenn der Stoff einfach nicht in Ihren Kopf will. Wer sich mit Mathematik noch nie anfreunden konnte, der sollte auch im Beruf eher auf eine Ausbildung in Informatik verzichten, auch wenn die Aussichten auf eine glänzende Karriere locken. Vielleicht liegen Ihre Stärken ja eher im kommunikativen oder künstlerischen Bereich, dann kommen Berufe im Verkauf, der Kundenberatung oder Mediengestaltung mehr infrage (hier empfiehlt sich dann das Medienmanagement Studium).

Interessant ist auch ein Blick auf die Offerten auf dem Arbeitsmarkt. Was verlangen die Firmen an Fachwissen und Soft Skills? Fehlen Ihnen vielleicht zum Traumberuf noch bestimmte Fertigkeiten, die Sie sich in einem zusätzlichen Kurs aneignen können? Wie viele Mitarbeiter werden überhaupt gesucht? Wenn die freien Stellen dünn gesät sind, wird man sich auf viele Mitbewerber einstellen müssen. Um hier zu bestehen, ist ein möglichst guter Abschluss immer nützlich. Bei der Bewerbung zählen allerdings nicht nur die Noten auf dem Zeugnis, viele Firmen laden die Kandidaten zu Tests und Gesprächen ein.

Zum Teil wird ein erster Test gleich online abgefragt. Auch wenn dieser wie ein Spiel anmuten mag, so sollte er doch sehr ernst genommen und akribisch bearbeitet werden. Wurde diese erste Prüfung gut bestanden, folgt oft ein Vorstellungsgespräch und mit einer guten Portion Glück der Arbeitsvertrag (Tipps für den Arbeitsvertrag und auf was Sie achten müssen, finden Sie hier).

Bei der Bewerbung ist es wichtig, gleich einen guten Eindruck zu machen. Dass die Unterlagen sauber und vollständig sind, ist selbstverständlich. Eine schöne Mappe bündelt Ihre Papiere ordentlich und schont sie vor Schäden beim Transport mit der Post. Wer gute Referenzen aufweisen kann, sollte dies in angemessener Form tun. Für die allererste Bewerbung können dies auch Beurteilungen aus Projektarbeiten oder Ferienjobs sein. Zum Gespräch kleiden Sie sich normalerweise nicht zu modisch oder zu teuer, eher unauffällig elegant. Eine Ausnahme sind Bewerbungen auf höhere Posten, hier ist eine angemessene gehobene Bekleidung angebracht.

Auch wenn Sie mit Ihrer Arbeit zufrieden sind und alles gut passt können Sie von Zeit zu Zeit ihren Lohn mit dem Gehalt anderer Angestellter vergleichen – auch den Lohn in der Ausbildung sollte man vergleichen. Falls die Unterschiede sehr groß sind, lohnt sich möglicherweise eine Nachverhandlung mit dem Arbeitgeber, bei welcher Sie Ihre Fähigkeiten und die Leistungen für die Firma ins Spiel bringen können. Manchmal ist ein Aufstieg in die nächste Gehaltsklasse durch einen zusätzlichen Lehrgang oder die Ausweitung der Verantwortung möglich. Vielleicht kann auch ein gemeinsam beschlossener Abteilungswechsel eine Verbesserung für alle bringen. So ist ein Wechsel des Arbeitgebers nicht immer nötig, um die Karriere voranzutreiben.

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